Fraunhofer FOKUS
gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Projektbeschreibung

medizinische Fachrichtung(en)
Allgemeinmedizin, Dermatologie, Venerologie, Diabetologie, Gastroenterologie, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie, Onkologie, Orthopädie, Pharmakologie, Toxikologie, Pneumologie, Urologie, Praktische Ärzte

Keywords
Arzneimittelversorgung, Arzneimitteltherapiesicherheit, AMTS, AMTS-Prüfsoftware, PRISCUS-Liste, Arzneimittelkonto, Arzneimitteltherapie, Versorgungsforschung, Arztinformationssystem, Arztsoftware, zentrales Arzneimittelkonto, zentrale Patientenakte,

Versorgungsebene(n)
Gesundheitsförderung, Prävention, Arzneimitteltherapiesicherheit AMTS

Zielsetzung(en)
Verbesserung der Arzneimittelversorgung im Alter AMTS-Prüfsoftware mit Integration alterspezifischer Regeln auf Basis der PRISCUS-Liste Besondere Berücksichtigung der Geschlechterunterschiede Verbesserung der Compliance durch aktive Einbeziehung der Patienten: mehr Transparenz und Reminder

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Szenario

Beschreibung
Konzept Arzneimittelkonto Zusammenführen aller Arzneimittelverordnungen (Hausärzte und Fachärzte) in einem zentralen Arzneimittelkonto. Erfassung von OTC-Präparaten direkt durch den Patienten möglich. AMTS-Prüfsoftware zur Prüfung der Gesamtmedikation im Arztinformationssystem + Smartphone. Ärzte erhalten direkt bei der Verordnung Informationen über potentielle Arzneimitteltherapie. Alle Daten im Arzneimittelkonto werden verschlüsselt gespeichert Verschlüsselung der Daten erfolgt in der Arztpraxis vor dem Versand. Effekte: Vermeidung von unerwünschten Arzneimttelwirkungen und Klinikeinweisungen Reduzierung der Medikation

Informationsgewinnung und -übertragung
Erhebung der Daten durch Leistungserbringer im Arztinformationssystem. Patienten stellen Daten via Smartphone-App oder per Webzugang in das Arzneimittelkonto ein. Die Daten werden zentral in einer Patientenakte gespeichert.

Informationsempfänger und -verarbeitung
Datenerfassung erfolgt zum größten teil in der Arztpraxis in ein Arztinformationssystem (niedergelassene Haus- und Fachärzte). Von dort werden die Daten zur zentralen Speicherung an eine zentrale Patientenakte übergeben. Die Daten werden im Arztinformationssystem verarbeitet. Hier erfolgt im Zuge der Verordnung ein AMTS - Prüfung über alle Medikamante des Patienten (Haus- & Facharzt, OTC)

abgeleitete Maßnahmen
Während der Verordnung erhält der verordnende Arzt wichtige Hinweise auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen (z.B. Kontraindikation, Arzneimittelinteraktion, PRISCUS-Liste). Diese Informationen erhält auch der Patient, wenn er OTC-Präparate kauft.

zusätzliche Maßnahmen
Es gibt eine technische Hotline für die Arztpraxen und eine telefonische Hotline für die Patienten.



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Beteiligte und Teilnehmende

Beschreibung der Zielgruppe
Polypharmaziepatienten im Alter 65+

Einschlusskriterien
Polypharmaziepatienten im Alter 65+

Ausschlusskriterien
Keine Polypharmaziepatienten, privat versichert (also nicht in der GKV)

teilnehmende Leistungserbringer
Niedergelassene(r) Ärztin/Arzt, Ärztenetz

Auswahl-/Zugangsverfahren der Leistungserbringer
Teilnahme aufgrund einer vertraglichen Regelung

Einzugsgebiet für Versicherte/Patienten
Nordrhein-Westfalen

geplante Anzahl Versicherte/Patienten
3200

erreichte Anzahl Versicherte/Patienten
Keine Angabe durch den Projektträger

Auswahl-/Zugangsverfahren der Versicherte/Patienten
Hausärzte schreiben Patienten lokal über ihre Arztinformationssysteme ein.

Anreizsysteme für Versicherte/Patienten
Keine Angabe durch den Projektträger

Form der Einbindung von Versicherten/Patienten
Patienten haben Zugriff auf das Arzneimittelkonto mit den vorhandenen App‘s von Smartphone und Tablet. Alternativ über die Web-Schnittstelle vom Heim-PC.

Vertragspartner
keine

Weiterführende Informationen
http://www.cgm.com/de/produkte___loesungen_1/pkv_gkv_und_versorgung/versorgungsmanagement__cgm_managementleistungen_/arzneimittel_1/Arzneimittelkonto.de.jsp http://egesundheit.nrw.de/projekt/arzneimittelkonto-nrw/

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Evaluation

Durchführung einer Evaluation
Laufend

Typ der Evaluation
Medizinisch, Ökonomisch, Usability, Compliance

Ziele der Evaluation
Erstmalige Versorgungsforschung mit Fokus auf geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Arzneimitteltherapie, Compliance etc.

Durchführende Organisation(en)
Universität Bielefeld Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement
Bielefeld
Deutschalnd

Art/Typ des Evaluationskonzepts
dreistufige Evaluation: In einem ersten Schritt wird das Projekt als Ganzes bewertet, die Effektivität der technischen Unterstützung, die Akzeptanz bei den Anwenderinnen und Anwendern und die resultierenden patientenrelevanten Effekte hinsichtlich klinischer und Prozessoutcomes abgebildet. Im zweiten Abschnitt werden dann ausführlich subgruppenspezifische Analysen durchgeführt, darunter fällt insbesondere die Evaluation geschlechter- und altersgruppenspezifischer Effektvariationen. Insbesondere für die PIM-Prävalenz deutet die vorliegende Evidenz bei (älteren) Frauen auf deutlich erhöhte Effekte hin. Darauf aufbauend wird in einem dritten Schritt den Ergebnisse des beobachteten Patientenkollektivs ein Sekundärdatensatz gegenübergestellt. Aus den so gewonnenen Ergebnissen werden abschließend Empfehlungen für ein weiteres Vorgehen, jeweils mit spezieller Betrachtung der Gruppe der Patientinnen, abgeleitet.

Art des Evaluationsdesigns
Keine Angabe durch den Projektträger

Art der verwendeten Daten
Alle von niedergelassenenen Ärzten verordneten Arzneimittel (PZN, ATC). Ergänzt um zusätzlich erfasste OTC-Präparate (durch patient oder Arzt). Zusätzlich die Prüfergebnisse der AMTS-Checks

Evaluationsergebnisse
Keine Angabe durch den Projektträger


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PICO-Fragen

Patientenkollektiv
Alle Polypharmaziepatienten älter 65 Jahre in der GKV

Intervention
Keine Angabe durch den Projektträger

Kontrollgruppe
Keine Angabe durch den Projektträger

Outcome
Effekte auf potenziell inadäquate Medikation (PIM) Systeminduzierte Risiko- und Doppelverordnungsmeldungen Effekte eines zentralen AMTS-Checks Effekte auf klinische Outcomeparameter Subgruppenspezifische Effekte Umsetzung / Akzeptanz

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Rechtsgrundlage

vorhandene Rechtsgrundlage
Öffentliche Förderung

angestrebte Rechtsgrundlage
Noch nicht bekannt

genutzte(s) Förderprogramm(e)
Programmname: Arzneimittelkonto NRW
Programmvolumen: 1.000.000
Förderkennzeichen: 005-GW03-0139A

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Technik

eingesetzte technische Komponenten
Arztinformationssystem Zentrale Patientenakte Smart-Card Kartenleser Smartphone / Tablet

eingesetzte semantische Standards
Keine Angabe durch den Projektträger

eingesetzte technische Standards
Keine Angabe durch den Projektträger


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Verwandte Projekte

In diesem Abschnitt werden Projekte und die entsprechenden Dokumente des Projektes aufgeführt, die keinen unmittelbaren Bezug zum Projekt AMTS = ARZNEIMITTELTHERAPIESICHERHEIT haben, aber aufgrund ähnlicher Begriffe und Schnittmengen mit dem Projekt AMTS = ARZNEIMITTELTHERAPIESICHERHEIT thematisch verwandt sind.

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A = Gesamtprojektleitung

Projektlaufzeit
01.02.2013 bis 31.07.2015

Projektwebsite
Keine Angabe durch den Projektträger

Ärztlicher Projektleiter

Keine Angabe durch den Projektträger

Kostenträger

keine

Veröffentlichungen

Wissenschaftliche Publikationen
Keine Angabe durch den Projektträger

Datenschutzkonzept
Datenschutzkonzept 1

vorhanden
http://www.cgm.com/media/cgm_de/documents/versorgungsloesungen_kostentraeger/Datensicherheit_CGM_LIFE_CGM_DE.pdf

Qualitätssicherungskonzept
nicht verfügbar

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